Gesmolder KirmesGessem - Wir sehen uns

Gesmolder Kirmes
 
12.09.2017

Echte Handarbeit: Vor den Augen der Gäste aus dem Grönegau erfolgte das Beschriften der Gesmolder Kirmes-Herzen. Foto: Stadtverwaltung Melle

Frisch und lecker: Gesmolder Kirmes-Herzen mit der Aufschrift „Gessem 2017“. Foto: Stadtverwaltung Melle

Gesmolder Kirmes-Herzen nach altem Rezept für das größte Volksfest im Grönegau hergestellt

Delegation besichtigte Lebkuchenhersteller Schulze in Borgholzhausen – Individuelle Beschriftung mit „Gessem 2017“

Wenn am Samstag, 16. September, die traditionelle Gesmolder Kirmes beginnt, dann dürfen sie nicht fehlen: die 500. Lebkuchenherzen, die gegen 16 Uhr von Ortsbürgermeister Michael Weßler und seinen Ortsratskollegen an die jüngsten Besucher des Kirchweihfestes verteilt werden. Wie und wo wird aber dieses beliebte Naschwerk hergestellt?

Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, besuchten jetzt auf Initiative von Stadtsprecher Jürgen Krämer der Vorsitzende des Kirmes-Arbeitskreises Dr. Reinhold Kassing, dessen Vorgänger Harald Kruse, die Arbeitskreismitglieder Matthias Hartmann und Niklas Schulke, Marktmeisterin Sabine Schlüter sowie Claudia Stieve und Manuela Spreckelmeyer vom Bürgerbüro Gesmold den weithin bekannten Gebäck- und Lebkuchenhersteller Schulze in Borgholzhausen.

„Wir sind bereits in der sechsten Generation als Lebküchner tätig“, berichtete Juniorchef Arne Knaust. Das Unternehmen sei im Jahre 1830 von Johann Heinrich Schulze in Dissen gegründet und später nach Borgholzhausen verlegt worden, wo es nach und nach zu seiner heutigen Größe ausgebaut wurde.  Der Vertrieb der feien Backwaren, darunter Zuckerbiesges, Moppen, Makronen und Schokoladefitzebohnen, erfolgte laut Knaust zunächst auf Jahrmärkten umliegender Städte und auf dem Münster Send. Lebkuchen, die nach immer wieder neuen Rezepten entstanden, hätten sich als besondere Spezialitäten des Firmengründers erwiesen. In dem traditionsreichen Unternehmen werden nach Angaben des Juniorchefs Gebäck- und Lebkuchenspezialitäten „nach traditionellen Rezepten und mit besten Zutaten“ gebacken. Handwerkliche Herstellungsverfahren, aus der Tradition überlieferte Rezepturen und meisterliche Fertigung garantierten „die außergewöhnliche Geschmacksqualität der von uns hergestellten Leckereien“. Nach einem verheerenden Großbrand im Mai 1997 produziert das Familienunternehmen heute unter dem Markennamen „von Ravensberg“ weiterhin leckere Lebkuchen- und Gebäckspezialitäten.

Der Kundenkreis des Gebäck- und Lebkuchenherstellers ist inzwischen international – und Reinhold Kassing staunte nicht schlecht, als er während des Rundgangs auf Lebkuchenherzen mit der Aufschrift „Oktoberfest Dubai 2017“ stieß. „Leckereien aus Borgholzhausen in den Vereinigten Arabischen Emiraten – das hat doch etwas“, meinte der der Vorsitzende des Kirmes-Arbeitskreises.

Während der rund einstündigen Firmenbesichtigung erfuhr die Delegation aus der Stadt Melle, dass die begehrten Lebkuchenherzen im Hause Schulze nicht maschinell, sondern individuell von Hand beschriftet werden. So auch die Gesmolder Kirmes-Herzen, die in diesem Jahr die Aufschrift „Gessem 2017“ tragen. „Wir gestalten persönliche und individuelle Lebkuchenherzen nach den Wünschen und Vorstellungen unserer Kunden und realisieren dabei auch verhältnismäßig kleine Auflagen, wie beispielsweise zum größten Volksfest im Grönegau“, stellte Arne Knaust fest.

„Die Gesmolder Kirmes und Lebkuchen aus Borgholzhausen passen hervorragend zusammen“, erklärte Stadtsprecher Jürgen Krämer. Denn sowohl das Kirchweihfest als auch die Kunst des Lebkuchenbackens besitze jeweils eine jahrhundertealte Tradition, die hoffentlich noch lange Zeit Bestand haben werde.

 

Die Gesmolder Kirmes findet in der Zeit vom 16. bis zum 18. September 2017 statt. Zu dieser Großveranstaltung, die erneut Zehntausende von Besuchern in ihren Bann ziehen dürfte, werden rund 140 Schausteller erwartet.

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